Wo Holz zu Schindeln wird

Bei einem ersten Wahrnehmungs-Rundgang wird der Blick für die Baukultur ihrer Region im Detail geschärft: historische Fassaden, gewachsene Strukturen, gestaltete Lebensräume werden bewusst wahrgenommen. Die Begegnung mit einem echten Schindelmacher macht dessen Handwerk unmittelbar erlebbar. Es entstehen Fragen, die kein Schulbuch beantworten könnte.

Und dann geht es auch schon ans Tun: Im Werkraum wird aus Theorie Praxis. Mit den eigenen Händen schlagen die Kinder Schindeln an, fühlen das Holz, spüren seinen Widerstand und seine Möglichkeiten – und gestalten am Ende kleine, ganz persönliche Objekte, auf die sie stolz sein können.

Möglich wird dieses Format durch die wunderbare Zusammenarbeit mit dem werkraum Bregenzerwald, der als Gastgeber Raum, Werkzeug und Erfahrung zur Verfügung stellt und den Kindern damit einen Ort schenkt, an dem Lernen zum Erlebnis wird.

Was am Ende bleibt, ist mehr als angeeignetes Wissen: Es ist eine gewachsene Wertschätzung für die eigene Region seitens der Kinder. Für das, was Menschen vor ihnen gebaut haben, und für das, was sie selbst mit den eigenen Händen erschaffen können.

© Barbara Marte
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