Wie lassen sich Krieg, Verfolgung und ihre Folgen in Bildern erzählen? Graphic Novels über den Zweiten Weltkrieg und die NS-Zeit finden seit Jahren immer mehr Beachtung und sind längst auch ein wichtiges Medium der Erinnerungskultur und Vermittlungsarbeit.
Am 22. Oktober 2026 widmet sich die interdisziplinäre Tagung „Gezeichnet. Kriegsfolgen in Graphic Novels“ im vorarlberg museum in Bregenz genau diesem Thema. Im Mittelpunkt stehen die historischen Grundlagen und Ansprüche an die Vermittlung der NS-Zeit und ihrer Folgen sowie die Frage, was Graphic Novels als Vermittlungsmedium leisten können und wo ihre Grenzen liegen.
Veranstaltet wird die Tagung vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung (BIK) und dem Institut für Geschichte der Universität Graz, in Kooperation mit dem vorarlberg museum, dem Literaturhaus Vorarlberg und dem Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim.
Programm im Überblick
08:30 Uhr – Registrierung und Ankommen
09:00 Uhr – Begrüßung
09:30 Uhr – Panel 1: Kriegsfolgen erzählen. Theoretische und empirische Grundlagen der Graphic-Novel-Forschung
11:30 Uhr – Panel 2: Kriegsfolgen zeichnen. Literarische und künstlerische Strategien (u. a. mit Comic-Lesung)
13:45 Uhr – Keynote von Barbara Yelin: Graphic Novels als „Puzzle der Erinnerung“
14:45 Uhr – Panel 3: Zwischen Generationen. Kriegsfolgen und ihre Weitergabe in gezeichneten Narrativen
16:15 Uhr – Panel 4: Kriegsfolgen vermitteln. Graphic Novels als Vermittlungsmedium
17:45 Uhr – Schlussworte und Ausklang
Workshop im Literaturhaus Vorarlberg
Wer selbst zum Stift greifen möchte, ist am Tag darauf richtig: Am 23. Oktober 2026 von 9:00 bis 15:00 Uhr bietet der Workshop unter der Leitung von Nicolas Bleck im Literaturhaus Vorarlberg praktische Einblicke in die Entstehung von Graphic Novels. Eine Anmeldung via tagung-gezeichnet@lbg.ac.at ist erforderlich.