Durch Röhren fließt Wasser. Man kann durch sie sprechen, kriechen oder schauen, man kann sie verbiegen, formen oder sogar darin wohnen. Mit diesem verspielten Gedanken schickt die Illustratorin, Waldführerin und Märchenerzählerin Monika Hehle die Kinder des Kindergartens Markt in Rankweil auf Spurensuche.
Den Auftakt macht ein Vormittag im Wald über Rankweil. Dort erzählt Monika Hehle das Märchen „Frau Holle“ und geht mit den Kindern der Frage nach, wo man sich geborgen und zu Hause fühlt. Wie bei Alice im Wunderland sieht die Welt am Ende einer Röhre ganz anders aus als am Anfang. Also machen sich die Kinder auf die Suche nach einem Durchschlupf zwischen den Bäumen, vielleicht sogar nach einem Wunschtor, und wo keines zu finden ist, wird eben selbst eines gebaut.
Beim zweiten Waldbesuch wollen die jungen Röhrendetektive wissen, wo eigentlich die Tiere wohnen. Sie spüren versteckte Unterschlüpfe auf und bauen daraufhin selbst kleine Behausungen im Miniaturformat. Wenn am Ende Lichterketten und LED-Kerzen darin leuchten, wirkt der Waldboden fast wie ein verzaubertes Dorf.
Zurück im Kindergarten dürfen die Ideen dann wachsen. Mit kräftigen Farben erfinden die Kinder auf großen Papierbögen ihre eigenen Röhrentiere samt buntem Zuhause. Daraus entsteht zum Abschluss etwas zum Anfassen: Aus gesammelten Küchenrollen, Flaschen und Röhren aller Art baut jedes Kind sein ganz persönliches Röhrentier. So wird aus Fundstücken Neues und aus Neugier eine Entdeckungsreise zwischen Wald und Gruppenraum.